Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

Die Altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist eine fortschreitende, degenerative Erkrankung der Makula. Die Makula, auch als Gelber Fleck bezeichnet, beinhaltet auch den sogenannten Ort des schärfsten Sehens, die Foveola. Sie ist im gesunden Zustand gelb pigmentiert und verarbeitet alle Sehreize, welche uns im zentralen Gesichtsfeld erscheinen. Eine Altersabhängige Makuladegeneration (AMD) führt aus diesem Grund über kurz oder lang zu einem zentralen Gesichtsfeldausfall, welcher es den Betroffenen z.B. erschwert zu Lesen oder auch Gesichter zu erkennen.

Bei den über 65järigen ist die AMD die häufigste Erblindungsursache in den westlichen Industriestaaten. Frühe Formen einer AMD finden sich bei ca. 20% der 65- bis 74-jährigen und ca. 35% der 75- bis 84-jährigen. Durch den demographischen Wandel wird der Bevölkerungsanteil, welcher von einer Altersabhänigen Makuladegeneration betroffen ist, in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter ansteigen.

DER MMT – EIN AUSSAGEKRÄFTIGER AMD TEST

Der Macular Mapping Test 2.0 (MMT) ermöglicht ohne großen Aufwand professionell und anschaulich frühe Anzeichen einer Makulopathie zu erkennen. Darüber hinaus bietet der MMT 2.0 die Möglichkeit das Restsehvermögen bereits diagnostizierter Netzhauterkrankungen zu bestimmen und den Krankheitsverlauf zu dokumentieren. Der Macular Mapping Test 2.0 (MMT) ist damit die ideale Grundlage zur erfolgreichen Beratung ihrer Klienten.
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MEDIZINISCHE GRUNDLAGEN

Man spricht von altersabhängiger Makuladegeneration, wenn eine oder mehrere der folgenden Veränderungen am hinteren Augenpol beobachtet werden können (Klaver, Vingerling, Hofman & De Jong, 1997):

Drusen: gelbliche Ablagerungen unterhalb des retinalen Pigmentepithels.

Pigmentverschiebungen in Höhe des retinalen Pigmentepithels.

• „atrophische“ altersabhängige Makuladegeneration oder auch „geographische Atrophie“: scharf begrenzte Areale von pigmentepithelialen Atrophien, die auch die Choriokapillaris betreffen.

• neovaskuläre altersabhängige Makuladegeneration: seröse oder hämorrhagische Ablösung des retinalen Pigmentepithels oder der neurosensorischen Retina; chorioidale Neovaskularisationen und nachfolgende Vernarbung im Bereich der Makula.

Eine mögliche Klassifizierung der altersabhängigen Makuladegenerationen stellt die Unterscheidung einer trockenen von einer feuchten (exudativen) Verlaufsform dar. Bei der trockenen Form bilden sich die oben genannten Drusen, welche in der Regel im weiteren Verlauf an Größe und Zahl zunehmen. Damit verbunden ist eine fortschreitende Degeneration des retinalen Pigmentepithels, die letztendlich zu einer geographischen Atrophie führt. Hieraus entsteht ein langsam fortschreitender Sehschärfeverlust, welcher sich bis zur Entwicklung eines absoluten Zentralskotoms ausweiten kann.

Dramatischer für den Betroffenen ist i.d.R. die feuchte Form der altersabhängigen Makuladegeneration. Dabei kommt es zu Neovaskularisationen, welche zum Untergang der Photorezeptoren in der Makularegion führen können. Hierfür gibt es zwei möglich Gründe:

1. Das Wachsen der neuen Blutgefäße kann zu einer Abhebung des retinalen Pigmentepithels führen, was den Abtransport von Stoffwechselprodukten erschwert.

2. Manchmal kommt es zum Austritt von Exudaten aus den Gefäßen, was zu einer Flüssigkeitsansammlung unter dem Pigmentepithel führen kann.

Patienten mit „feuchter“ Form von AMD erkennen oft Metamorphopsien, was bedeutet, dass sie regelmäßige Formen verzerrt sehen. Auch bei dieser Form kommt es zu einer fortschreitenden Verschlechterung des Sehvermögens, die sich oft in kürzester Zeit als drastische Visusminderung sowie Zentralskotom zeigen. (Nasemann, 2003)